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Suchmaschinen und Datenschutz

Die "Löwen" unter den Suchmaschinen Google, Yahoo und Mircosoft haben angekündigt, den Datenschutz in Zukunft zu verbessern.

Sie wollen die gespeicherten Informationen künftig kürzer aufbewahren. Ein kompletter Verzicht auf diese Informationen wird aber vorerst nicht in Aussicht gestellt. Datenschützer fordern deshalb nach wie vor die Möglichkeit für anonyme Suchangebote bzw. halten die gemachten Vorschläge für nicht ausreichend.

Was vielleicht nich jeder weiß: Die Suchmaschinen speichern und protokollieren, in der Regel unbemerkt, sämtliche Eingaben und Abfragen. Auf den Serven werden dann Suchwörter, Uhrzeit und IP - Adresse gespeichert (Beispiel für Google). Außerdem wird auf dem Rechner des Nutzers zusätzlich ein Cookie gespeichert, in denen das mitunter detaillierte Profil gesichert und bei der nächsten Abfrage wieder abrufbar  ist.

Nach etlichen Vorwürfen gehen Google und Microsoft jetzt soweit, dass sie ihre Daten "nur" noch 18 Monate speichern wollen. Yahoo hingegen sogar nur 13 Monate. Anschließend sollen die Daten zwar nicht gelöscht, aber anonymisiert werden. Aber selbst anonymisierte Daten können - dank Suchanfragen zur Familie oder Sportverein - zurückverfolgt werden. Mal abgesehen davon, dass die Daten, die aufbewahrt werden, nach jeder Suchanfrage erneuert werden und sich somit die Zeit bis zur Löschung immer wieder "aktualisiert".

Nach Aussagen der Anbieter sollen die gesammelten Daten dazu dienen, die Suche zu präzisieren. Nebeneffekt dieser Präzision ist und bleibt die Werbung, die durch die gespeicherten Profile individuell angeboten werden kann. So bekommen Reise-Interessierte auch Reise-Werbung eingeblendet. Bei einer Branche, die durch Werbung finanziert wird, ist diese Praxis enorm wichtig und vor allem höchst attraktiv.

Sie können sich aber selbst schützen – indem sie Cookies auf ihrem Computer selber löschen.

Als Alternative zu allen herkömmlichen Suchmaschinen geht der US-Anbieter Ask.com einen Schritt weiter und will seinen Nutzern zukünftig die Möglichkeit einräumen, die Suchanfragen ohne Weiteres zu löschen bzw. gar nicht erst zu speichern. Dazu wird dem Nutzer ein kleines Tool zur Verfügung stehen, über welches das Suchverhalten eingestellt werden kann. Natürlich weiß man auch bei Ask.com um die Wichtigkeit der gesammelten Anfragen, allerdings will man den Komfort und die Kontrolle der Daten künftig dem Nutzer überlassen, so die Meinung des Ask.com - Produktmanagers Doug Leeds.

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